Hawaii Five-0 (Day 12)

oder                                                                                                                                               wie ich durch die Wüste nach Hawaii fuhr

Bild: Honolulu, HDW, HDW-USA, Hawaii, Fire Department Honolulu, Hawaii 5-0

Day 12
Hawaii Five-0


Honolulu - Waikiki Beach

 

 

 

 

 

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Bild: Honolulu, HDW, HDW-USA, Hawaii 5-0, America, Surfing

Good Morning Germany!
Do you like this Truck? Ich bin an der Strandpromenade und fotografiere gerade einen großen Feuerwehr-Truck, der hier am Straßenrand parkt, als mich jemand anspricht. So ein Typ, mit einem Surfbrett unter dem Arm, will wissen, ob mir der Wagen gefällt. „Klasse“, sage ich. „Dahinten steht meiner,“ antwortet er und zeigt auf einen weiteren schönen gelben Feuerwehrwagen. „Heute morgen hatten wir noch einen Einsatz, aber jetzt gehen wir erst mal surfen.“ Na ja, denke ich, veräppeln kann ich mich alleine. Da kommen von dem anderen Truck her, noch drei weitere Typen, in Shorts und mit Brettern, auf uns zu und alle zusammen verschwinden dann in Richtung Wellen. Also doch nicht veräppelt. Hier ist eben alles etwas anders. Aber wenn das Meer und die Wellen schon vor der Tür sind, ist man eben nicht nur Feuerwehrmann, sondern in der Hauptsache auch Surfer.

 

Bild: Honolulu, HDW, HDW-USA, Hawaii 5-0, America, Surfing

To surf or not to surf
Heute ist mein erster richtiger Urlaubstag hier am berühmten Waikiki Beach. Ich will mir erst mal einen kleinen Überblick verschaffen und gehe am Stand lang. Leider komme ich nicht ganz weit, denn ein gemütliches kleines Strandrestaurant versperrt mir den Weg. Na gut, wenn das so ist, dann gehe ich da mal hin und gönne mir ein richtiges Frühstück. Schließlich will ich ja heute noch surfen, da brauche ich Kraft. Es ist mal gerade 8 Uhr morgens und ich entscheide mich für Steak and Eggs. Also was handfestes. So als Surfer kommst du mit zwei Scheiben Weißbrot nicht weit, denke ich mir und lange zu. Wenn ich erst da draußen auf dem Meer bin, ganz allein mit meinem Board und auf die perfekte Welle warte, muss alles stimmen. Wenn ich dann nichts in den Muscheln habe, treibe ich womöglich nach Japan ab und dann gibt es nur noch Reis.

 

Bild: HDW-USA, Surfing Hawaii, Honolulu, America Trip
Mein cooles Surfbrett. Stand einfach so im Schrank!

Was ist das wichtigst beim Surfen?

Aber noch ist es nicht soweit, Ich gehe erst mal weiter. Doch dann merke ich plötzlich, dass irgendwas nicht stimmt. Wie gesagt, es ist mein erster Tag und ich falle schon unangenehm auf. Ich bin einfach anders als die anderen. Fast jeder hat hier ein Surfbrett dabei. Ob unter dem Arm, am Fahrrad, auf dem Auto oder auch am Motorrad. Alles ganz egal, Hauptsache das Brett ist dabei. Doch woher nehmen und nicht stehlen? Da kommt mir ein Gedanke: War da nicht eines im Hotelzimmer? So ganz versteckt in der hintersten Ecke vom Schrank? Na klar, ich wäre ja nicht auf Hawaii, wenn nicht ein Surfbrett zur Grundausstattung eines Hotelzimmers gehören würde. Also nichts wie hin und tatsächlich, da steht es. Gut, es sieht irgendwie etwas anders aus, als die, die ich bisher gesehen habe, aber das muss ja nichts bedeuten.

 

Die perfekte Welle
Jetzt fühle ich mich wohl, ausgerüstet wie ein Profisurfer gehe ich ins Wasser. Mein Brett scheint irgendwie etwas unterdimensioniert zu sein, aber das soll mich nicht weiter stören. Das Wasser ist angenehm warm und ich mache die ersten Versuche. Ja, und da sehe ich sie auch schon kommen: Es ist die perfekte Welle! Sie hebt mich an und plötzlich spüre ich es an meinem Finger. Ein Schnitt, und was für einer. Irgendwo muss ich an einer Koralle, oder einen Felsen gekommen sein. Keine Ahnung, die anderen Surfer sind doch auch hier! Ein Blick auf meinen Finger genügt und ich weiß Bescheid: Soeben geht eine der erfolgversprechendsten, deutschen Surfer-Karrieren, nach fünf langen und herrlichen Minuten, zu ende. Game over! Ich muss zurück zum Strand, damit ich nicht sämtliche Haie, bis hin zum Chinesischen Meer, anlocke und die anderen Surfer in Trouble bringe. Der Rest ist schnell erzählt: Der behandelnde Arzt, seine Exfrau kommt aus Hamburg, und sie sind immer noch gute Freunde, rät mir von weiteren Surfversuchen strikt ab: Nicht ins Wasser gehen und ich soll in zwei Tagen zu Kontrolle wiederkommen.


Hang loose
HDW